Endoprothetikzentrum

Standort: Marienhausklinik Ottweiler

Zertifizierte Qualität für Ihr Wohlergehen und Ihre Sicherheit

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

Die Arthrose ist eine sehr häufig vorkommende Verschleißerkrankung der großen Gelenke unseres Körpers und betrifft meist Hüft-, Knie-, Schulter- oder Sprunggelenke.
Wenn die Beschwerden mit konservativen  Therapiemaßnahmen nicht mehr zu beherrschen sind, empfiehlt sich in vielen Fällen der Ersatz des erkrankten Gelenkes durch ein künstliches Gelenk (Endoprothese). Mit einem künstlichen Gelenk können die Schmerzsituation verbessert, die Mobilität des Patienten wiedererlangt und die Lebensqualität gesteigert werden.

In der Marienhausklinik Ottweiler werden künstliche Hüft- und Kniegelenke auf höchstem medizinischen Niveau implantiert und getauscht. Unter strenger Einhaltung der Indikationskriterien wurden im Jahre 2015 insgesamt 428 künstliche Hüft- und Kniegelenke implantiert, darunter 70 Wechseloperationen und 40 endoprothetische Versorgungen bei Frakturen. Chefarzt Dr. Joachim Wagner und drei Oberärzte bilden das Team der sogenannten Hauptoperateure, die mit den Mitarbeitern anderer Disziplinen (Anästehsisten, Pflegende, Schmerz - und Physiotherapeuten) eng zusammenarbeiten, um für Sie als Patient das optimale Behandlungsergebnis zu erzielen.

Unsere große Erfahrung und Expertise auf dem Gebiet der Endoprothetik und unsere gesamten Abläufe vor, während und nach Implantation eines künstlichen Gelenkes haben wir durch eine unabhängige Prüfungskommission der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) überprüfen lassen.

Seit November 2015 ist unserer Klinik das Prüfsiegel als zertifiziertes Endoprothetik- Zentrum Ottweiler zuerkannt. Die Zertifizierung bestätigt, dass unsere Klinik in besonderem Maße in der Lage ist, anspruchsvolle Behandlungen wie komplizierte Wechseloperationen von künstlichen Gelenken durchzuführen.

Was ist ein Endoprothetik-Zentrum?

Das Zertifikat Endoprothetik-Zentrum Ottweiler gibt unseren Patienten die Sicherheit, dass Gelenkersatzoperationen in einer hohen Fallzahl von speziell ausgebildeten orthopädischen Operateuren auf höchstem Sicherheitsniveau, mit modernster medizinischer Technik und erstklassigen Produktion durchgeführt werden. Die Auszeichnung Endoprothetik-Zentrum wird nur an solche Kliniken vergeben, die einen festgelegten umfangreichen Zertifizierungsprozess durchlaufen und sich regelmäßig den gesetzten Rezertifizierungen unterziehen. Des Weiteren müssen die Endoprothetik-Zentren ihre Operationsresultate in einem Endoprothesenregister darstellen, so dass eine stetige Kontrolle der erbrachten Leistungen durch Vergleich mit anderen Endoprothetik- Zentren zu einer Qualitätskontrolle beiträgt.

Hüft-Endoprothetik

Wichtige Informationen vorab zu den verwendeten Hüftimplantaten: Die bei uns im Haus eingesetzten Hüftprothesen entsprechen nachweislich dem höchsten Standard der Prüfstudien mit besten Ergebnissen in den Langzeitstudien. Bei weiteren Fragen können Sie sich jederzeit an das Sekretariat unserer Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie unter Tel. 06824 307-223 wenden.

Bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß ist die Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes erforderlich. Bei dieser Operation wird zunächst der durch die Arthrose zerstörte Hüftkopf entfernt. Anschließend wird die Gelenkpfanne zur Aufnahme der künstlichen Hüftpfanne vorbereitet und diese dann implantiert. Im dritten Teil des Eingriffes wird ein Metallschaft in den Oberschenkelknochen eingesetzt und das Kunstgelenk nach Aufsetzen des passenden Hüftkopfes wieder eingerenkt. Es erfolgt dann der Verschluß der Operationswunde.

In unserer Klinik stehen zahlreiche verschiedene Pfannen- und Schaft-Systeme zur Verfügung. Somit sind wir in der Lage, für jeden Patienten die exakt passende Prothese nach genauer digitaler präoperativer Planung zur Verfügung zu stellen. Hierzu wird anhand digital angefertigter Röntgenaufnahmen die jeweilige Prothese softwaregestützt am Computer individuell an der vorliegenden anatomischen Situation geplant. Die Wahl der Prothese hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier sind vor allem das Alter des Patienten, aber auch die körperliche Verfassung vor der Operation, wie auch die anatomischen Vorraussetzungen von großer Bedeutung.

Bei jüngeren Patienten wird der Operateur am ehesten eine "zementfreie Prothese" auswählen, die ohne "Knochenzement" implantiert wird.

Bei Patienten mittleren Alters wird eine "teilzementierte Prothese", bei der der Schaft im "Knochenzement" implantiert wird, aus Gründen der höheren Stabilität und Langlebigkeit  bevorzugt.

Bei Patienten im fortgeschrittenen Alter ist es manchmal auch sinnvoll, sowohl Schaft wie auch Pfanne durch "Knochenzement" zu fixieren. Es erfolgt dann die Implantation einer „vollzementierten Prothese“.

In vielen Fällen kann der Ersatz des Hüftgelenkes auch durch eine sogenannte minimalinvasive Operationstechnik erfolgen. Die Vorteile hierbei sind eine Schonung der Muskulatur und die hierdurch beschleunigte Rehabilitation, sowie die kosmetisch nur sehr kleine Narbe.

Einen Sonderfall stellen Tumoren oder Metastasen im Hüftkopf oder Schenkelhals dar. Hierzu stehen Spezialprothesen zur Verfügung.
Da es sich um ein „Ersatzteil“ handelt, kann eine Hüftprothese im Laufe der Zeit locker werden. In diesem Fall ist eine Austauschoperation erforderlich. Hierbei werden der gelockerte Anteil (Hüftpfanne und/ oder Prothesenschaft) oder beide Prothesenteile ausgetauscht. Häufig sind Defekte im Knochen, vor allem im Bereich der Pfanne, auszubessern. Auch bei diesen Eingriffen können wir auf Spezialprothesen zurückgreifen, so dass wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sind.

 

 

Welche Vorteile bietet ein Endoprothetik-Zentrum

  • In einem Endoprothetik-Zentrum werden jährlich konstant hohe Operationszahlen erreicht und die erzielten operativen Ergebnisse werden dokumentiert und wissenschaftlich ausgewertet.
  • In einem Endoprothetik-Zentrum sind sogenannte Hauptoperateure für die Endoprothesenoperationen verantwortlich. Diese müssen eine festgelegte jährliche Mindestzahl an Endoprothesenoperationen vorweisen und über eine jahrelange herausragende Expertise auf diesem Gebiet verfügen.
  • Sämtliche an Ihrem Genesungsprozess beteiligten Fachkräfte (Ärzte, Pflegepersonal und Physiotherapeuten) haben im Rahmen der Zertifizierung eine große Fachkompetenz und Erfahrung in der Behandlung und Versorgung nachgewiesen, arbeiten nach strukturierten festgelegten Abläufen und nehmen regelmäßig an spezifischen Fortbildungen teil.
  • Sämtliche Operationsindikationen werden durch den Leiter des Endoprothetik-Zentrums (Chefarzt der Abteilung) gestellt. Im Rahmen dieser Indikationsstellung wird aus dem breiten Portfolio der vorgehaltenen Prothesensysteme das für den Patienten am besten geeignete System ausgewählt und im weiteren Verlauf die Operation mit Hilfe einer digitalen Software im vornherein
    exakt geplant.
  • In unserem Endoprothetik-Zentrum kommen nur Implantate zur Anwendung, welche in Langzeitstudien und in internationalen Endoprothesenregistern sehr gute Ergebnisse erzielen. Auch werden spezielle Implantate, z. B. für sehr junge Patienten oder auch modulare Implantate, um die komplexen Ansprüche einer Revisionsendoprothetik bestmöglich erfüllen zu können, angewendet.
  • Kontinuierliche Befragungen zu Patientenzufriedenheit und regelmäßige Einweiserbefragungen der niedergelassenen Fachärzte und Hausärzte helfen uns, unsere Abläufe stetig unter Berücksichtigung der Patientenwünsche zu verbessern.
  • Die fachübergreifende umfassende Versorgung der Patienten wird durch vertraglich an uns gebundene Kooperationspartner vervollständigt, um die umfassende medizinische Versorgung unserer Patienten zu gewährleisten.

Knie-Endoprothetik

Bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß ist die Implantation eines künstlichen Kniegelenkes erforderlich. Bei dieser Operation werden zunächst die durch die Arthrose zerstörten Gelenkanteile entfernt. Ist nur der innere oder der äußere Gelenkabschnitt geschädigt, ist die Implantation einer sogenannten Schlittenprothese möglich, bei der nur der betroffene Gelenkabschnitt endoprothetisch ersetzt wird. Sind mehrere Gelenkanteile oder die Kniescheibe von dem Verschleiß betroffen, muss ein Oberflächenersatz, bei dem alle Gelenkanteile ersetzt werden, durchgeführt werden. In diesen Fällen kommt in unserer Klinik am, häufigsten die Innex®-Prothese der Firma Zimmer® zur Anwendung. Ein weiterer verwendeter Prothesentyp ist das PFC®-Knie der Firma DePuy®. Die Prothesen sind durch ein bewegliches Polyethyleninlay gekennzeichnet. Hiervon verspricht man sich eine längere Haltbarkeit der Prothese.

Im Falle einer nachgewiesenen Metallallergie besteht die Möglichkeit zur Verwendung speziell beschichteter Prothesen, z.B. das Oxinium® Knie der Fa. Smith & Nephew®.

Bei einer starken Fehlstellung des Kniegelenkes im Sinne einer fortgeschrittenen X- oder O-Beinstellung mit begleitender ausgeprägter Lockerung der Seitenbänder muss eine so genannte gekoppelte Prothese implantiert werden, um die Stabilität des Kniegelenkes wiederherzustellen. Dies ist erfreulicherweise nur in Ausnahmefällen notwendig. Diese Prothese findet auch, neben anderen speziellen Prothesensystemen, Anwendung bei Prothesenwechseloperationen, die in unserer Klinik häufig durchgeführt werden.

Im Rahmen der Vorbereitungen für die Operation wird durch unsere Anästhesieabteilung, wenn erforderlich und durchführbar, eine Eigenblutspende veranlasst.

 

 

Team

Dr. med. Joachim Wagner

Chefarzt, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spez. Unfallchirurgie, Chirotherapie, Sportmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Arthroskopische Chirurgie, D-Arzt

Dr. med. Ralph Dubitscher

Oberarzt, Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie, Notfallmedizin

Volker Gehring

Oberarzt, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Werner Scheck

Ltd. Oberarzt, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Facharzt Chirurgie; Zusatzbezeichnung: spezielle Unfallchirurgie, Schwerpunkt Viszeralchirurgie

Endoprothetikzentrum

Leitung

Dr. med. Joachim Wagner

Chefarzt, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spez. Unfallchirurgie, Chirotherapie, Sportmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Arthroskopische Chirurgie, D-Arzt

Sekretariat

Ursula Büchel

Telefon:06824 307-223
Telefax:06824 307-199
E-Mail:orthopaedie.​otw@​marienhaus.​de

Zertifizierungen

Infomaterial für Patienten

Marienhausklinik Ottweiler

Hohlstraße 2-4
66564 Ottweiler
Telefon:06824 307-0
Telefax:06824 307-535
Internet: http://www.marienhausklinik-ottweiler.dehttp://www.marienhausklinik-ottweiler.de