Keine Chance den Keimen im Krankenhaus

19.04.2018, 11:00 - 14:00

Der „Tag der Patientensicherheit“ am 19. April 2018 in der Marienhausklinik Ottweiler will Mitarbeiter, Patienten und Besucher noch stärker für das Thema „korrekte Händedesinfektion“ sensibilisieren und durch Mitmach-Aktionen fit machen, damit Keime im Krankenhaus möglichst wenig Chancen haben.

Ottweiler. „Es ist kein dunkler Schatten zu sehen. Sie haben alles richtiggemacht“, bestätigte Dagmar Haarnagel, Hygienefachkraft im Ottweiler Krankenhaus. Oberarzt Dr. Ralph Dubitscher hatte - auf dem Weg zum Operationssaal - seine Technik der Händedesinfektion überprüfen lassen. Das war im vergangenen Jahr, als man den „Tag der Patientensicherheit“ zum ersten Mal mit einem Infostand im Foyer der Klinik und mit Mitmach-Aktionen für Mitarbeiter, Patienten und Besucher durchgeführt hatte. „Das kam bei allen sehr gut an, so dass in diesem Jahr die zweite, erweiterte Auflage folgt“, so Dagmar Haarnagel. In ihrem Verantwortungsbereich liegen die Umsetzung und Überprüfung der sogenannten Hygienerichtlinien. Das beinhaltet unter anderem ein ganzes Bündel von Maßnahmen, die gezielt der Verbreitung von Krankenhausinfektionen entgegenwirken und somit der Patientensicherheit dienen.

Ein wesentlicher Baustein ist die korrekte Händedesinfektion. „Denn eine wirksame Händedesinfektion zum richtigen Zeitpunkt verhindert die Verbreitung von Infektionen und schützt nicht nur die Patienten, sondern auch die Krankenhausmitarbeiter“. Daher wird Dagmar Haarnagel, gemeinsam mit dem Mitarbeiter eines Desinfektionsmittelherstellers, am Donnerstag, den 19 April im Foyer des Krankenhauses erneut die Aktion „Saubere Mitarbeiterhände“ durchführen. Die Mitarbeiter „mit direktem Patientenkontakt“, also Ärzte, Pflegende und Therapeuten sind dann wieder aufgefordert, ihr Wissen zur richtigen Händedesinfektion anhand einer praktischen Durchführung zu überprüfen.

Aber auch Patienten auf ihrem Weg in oder aus dem Gebäude können das Angebot, die korrekte Händedesinfektion anzuwenden, gerne wahrnehmen. Denn wer beim Hineinkommen die mitgebrachten Keime am Desinfektionsmittelspender im Eingangsbereich entfernt und beim Hinausgehen mögliche Keime wieder „abwäscht“, trägt selbst viel dazu bei, die Verbreitung von Keimen und Krankheitserregern einzudämmen.

„Diesmal werden wir unsere Aktion um einen Baustein erweitern“, freut sich Dagmar Haarnagel. „Seit März dieses Jahres bieten wir speziell unseren Patienten, die sich einer geplanten Endoprothetik –OP unterziehen werden, einen besonderen Service zur Vorbeugung vor Krankenhauskeimen an: Mit speziellen Produkten, die fünf Tage vor dem Eingriff zu Hause angewendet werden müssen, kann der Patient die eigene Keimbelastung stark verringern, so dass er optimal für die Operation vorbereitet ist“. Über diese Form der Patientensicherheit wird Dagmar Haarnagel gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Herstellerfirma in der Zeit von 11 Uhr – 14 Uhr informieren.