"Sober New York City"

28.11.2018, 00:00 - 31.01.2019, Ende offen

Fotograf Bento Orlando Haridas zeigt in einer Ausstellung im Foyer der Marienhausklinik Ottweiler (s)einen anderen Blick auf die Weltmetropole

Ottweiler. “Nüchternes New York City” heißt in der Übersetzung der Titel der Ausstellung des Fotografen Bento Orlando Haridas, die bis Ende Januar 2019 im Krankenhaus Ottweiler zu sehen ist. Und der Titel ist Programm. Denn die Fotografien zeigen New York City von einer besonderen Seite. Eine Seite, die sich nicht auf die imposanten Wolkenkratzer und Sehenswürdigkeiten wie die Freiheitsstatue oder den Times Square fokussiert. Glanz und Glamour werden ersetzt durch Schwarzweiß–Darstellungen nüchterner Situationen und Menschen, die zu dieser weltweit bekannten Stadt genauso gehören, wie die Attraktionen und Sensationen.

Bei den Fotografien von Bento Orlando Haridas stehen Mittellosigkeit, kulturelle Unterschiede und ganz alltägliche Situationen im Fokus. „Als Tourist ist es nicht immer einfach einen nüchternen Blick einzunehmen, da imposante Gebäude und Monumente den Blick in den Himmel richten, nach oben – weg vom Boden und damit oft weg von den Tatsachen die sich dort abspielen“, so der Künstler. Er will mit seinen Bildern genau diese Tatsachen zeigen und deutlich machen, was New York City eben auch ist: Eine Stadt in der die Menschen mit ihren unterschiedlichen Lebensgeschichten leben.

“I want to be a part of it, New York, New York” (übersetzt: “Ich will ein Teil davon sein, New York, New York”), sang einst Frank Sinatra über diese großartige Stadt. Die Ausstellung zeigt weniger populäre Teile von New York und setzt diese Teile auf einzigartige Weise zusammen. Die Armut, die auf den Straßen vor den hohen Gebäuden herrscht, Künstler die ihrer Leidenschaft nachgehen und alte Traditionen, die in einer modernen Welt weitergeführt werden, sind nur ein paar Blickwinkel, die dabei ins Verhältnis zueinander gesetzt werden.

Die Schwarzweiß–Fotografien mit den harten Kontrasten zeigen das Leben in einer rohen Form. Doch gelegentliche farbliche Akzente heben die Besonderheiten hervor, die oft unscheinbar hinter der nächsten Straßenecke aufblitzen können. Diese oft unscheinbaren Details zeigen, dass es eben auch die kleinen alltäglichen Dinge sein können, die eine Stadt wie New York City zu etwas Besonderem werden lassen.