Keine Chance den Keimen im Krankenhaus

Mitmach-Aktionen am „Tag der Patientensicherheit“ sensibilisierte Mitarbeiter, Patienten und Besucher noch stärker für das Thema „korrekte Händedesinfektion“

Hygienefachkraft Dagmar Haarnagel (links) stellt das neue Hygiene-Set zur Vorbereitung auf eine Endoprothetik-Operation vor, gemeinsam mit der stellvertretenden Pflegedienstleitung Marina Dillmann sowie den Mitarbeitern der Desinfektionsmittelfirma.

27.04.2018

Ottweiler. „Auch in diesem Jahr kam unsere Aktion zum Tag der Patientensicherheit wieder sehr gut an – sowohl bei unseren Mitarbeitern als auch bei Patienten und Besuchern“, freut sich Dagmar Haarnagel, Hygienefachkraft im Ottweiler Krankenhaus. Sie hatte diesen Tag intensiv vorbereitet, denn in ihren Verantwortungsbereich fallen die Umsetzung und Überprüfung der sogenannten Hygienerichtlinien. Das beinhaltet unter anderem ein ganzes Bündel von Maßnahmen, die gezielt der Verbreitung von Krankenhausinfektionen entgegenwirken und somit der Patientensicherheit dienen.
Ein wesentlicher Baustein ist die korrekte Händedesinfektion. „Denn eine wirksame Händedesinfektion zum richtigen Zeitpunkt verhindert die Verbreitung von Infektionen und schützt nicht nur die Patienten, sondern auch die Krankenhausmitarbeiter“. Daher hatte Dagmar Haarnagel, gemeinsam mit Mitarbeitern eines Desinfektionsmittelherstellers, am Donnerstag, den 19 April im Foyer des Krankenhauses die Aktion „Saubere Mitarbeiterhände“ durchgeführt. Die Mitarbeiter mit direktem Patientenkontakt, also Ärzte, Pflegende und Therapeuten waren aufgefordert, ihr Wissen zur richtigen Händedesinfektion anhand einer praktischen Durchführung zu überprüfen.
Aber auch Patienten auf ihrem Weg in oder aus dem Gebäude konnten das Angebot wahrnehmen. Denn wer beim Hineinkommen die mitgebrachten Keime am Desinfektionsmittelspender im Eingangsbereich entfernt und beim Hinausgehen mögliche Keime wieder „abwäscht“, trägt selbst viel dazu bei, die Verbreitung von Keimen und Krankheitserregern einzudämmen.
„Diesmal hatten wir die Aktion um einen Baustein erweitert“, erzählt Dagmar Haarnagel. „Seit März dieses Jahres bieten wir speziell unseren Patienten, die sich einer geplanten Endoprothetik –OP unterziehen werden, einen besonderen Service zur Vorbeugung vor Krankenhauskeimen an: Mit speziellen Produkten, die fünf Tage vor dem Eingriff zu Hause angewendet werden müssen, kann der Patient die eigene Keimbelastung stark verringern, so dass er optimal für die Operation vorbereitet ist“.