Zeit zu Verschenken

Die „Grünen Damen und Herren“ in der Marienhausklinik Ottweiler engagieren sich ehrenamtlich für die Patienten. Das Team sucht weitere Mitglieder.

Das Organisationsteam der Grünen und Herren in der Marienhausklinik Ottweiler (v. l.): Ruth Heckmann, Reiner Quinten, Giselinde Rosinus. (Foto: Astrid Anna Oertel)

11.07.2018

Ottweiler. Die Ökumenische Krankenhaushilfe (ÖKH) wurde in Ottweiler 1993 von der Pfarrerin Ruth Reusch gegründet, mit dem Ziel, den Patienten ihren Aufenthalt im Ottweiler Krankenhaus angenehmer und menschlicher zu gestalten. Seit mehreren Jahren hat die ursprünglich nur aus Frauen bestehende Gruppe männliche Unterstützung erhalten, sodass heute insgesamt elf Damen und zwei Herren jeweils an einem Tag in der Woche für drei bis vier Stunden ihren Dienst tun. Vor allem älteren und alleinstehenden Patienten kommt der ehrenamtliche Einsatz der „Grünen Damen und Herren“ – wie sie entsprechend ihrer grünen Dienstkleidung genannt werden – zugute.

Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, Zeit zu verschenken. Dazu zählen in erster Linie das Zuhören und das Gespräch mit den Patienten. Daneben machen sie kleinere Besorgungen in der hauseigenen Cafeteria; sie melden Telefone an oder ab und begleiten Patienten zu den Therapien. „Viele der Gespräche tun nicht nur den Patienten gut, sondern auch uns“, erläutert Reiner Quinten, der in Ottweiler das Team der „Grünen Damen und Herren“ leitet. „Und nach jedem Einsatz bleibt das Gefühl, dass wir unsere Zeit sinnvoll genutzt haben“. Denn in den Krankenhäusern gibt es viele Menschen, die einsam und hilfsbedürftig sind. Aus verschiedenen Gründen steigt die Zahl derer, die überhaupt keine Besuche von Verwandten oder Freunden bekommen. Diesen Menschen ein Stück weit ihre Einsamkeit und Verunsicherung zu nehmen, ist Aufgabe der „Grünen Damen und Herren“.

Einmal im Monat trifft sich das Team mit den Krankenhausseelsorgern, um seine Erfahrungen auszutauschen. Die Teammitglieder tragen und stärken sich gegenseitig und schöpfen aus ihrer Verbundenheit die Kraft für ihr Ehrenamt. So sind schon einige Freundschaften entstanden. Die Ehrenamtlichen treffen sich auch außerhalb des Krankenhauses und machen beispielsweise gemeinsame Ausflüge. „Man gibt nicht nur, man bekommt auch viel zurück – sowohl von den Patienten als auch von der gesamten Gruppe“, freut sich Reiner Quinten.

Da immer wieder Teammitglieder altersbedingt oder aus gesundheitlichen Gründen aus dem Ehrenamt ausscheiden, würde man sich über neue „Mitstreiter/-innen“ sehr freuen. (aoe)

Informationen erhalten Sie gerne über Reiner Quinten, Telefon: 06858-8551 oder 06824 307-0